Wie Sie Ihr Kind bei Legasthenie unterstützen können

Legasthenie Training Mutter mit Kind
  1. Rückhalt und Verständnis sind für legasthene und dyskalkule Kinder unabdingbar. Es hat mit einer Legasthenie/Dyskalkulie schon genug Problemen. Da braucht es nicht noch eines mehr.

    Seien Sie für Ihr Kind da! Sagen und zeigen sie ihm das auch! Seien sie geduldig!
  2. Es genügt auch nur eine kleine Ablenkung und die betroffenen Kinder lassen sich beim Üben verleiten und sind mit ihren Gedanken ganz wo anders. Es dauert dann seine Zeit, bis das Kind mit seinen Gedanken wieder in die Übung findet.

    Erinnern Sie Ihr Kind immer wieder daran, die Gedanken erneut auf die Aufgabe zu lenken!
    Ihre uneingeschränkte Geduld ist dabei gefragt!
  3. Da das Selbstbewusstsein ihres Kindes durch häufiges Versagen schon verletzt wurde, ist Lob beim Üben ein wichtiger, nicht zu unterschätzender, Faktor. Durch regelmäßiges Loben wird die Motivation des Kindes gestärkt.

    Loben Sie Ihr Kind für die Anstrengungen, die es macht und nicht für das Ergebnis, das es erzielt!

  4. Ein weiterer Faktor ist der Zeitfaktor. Legasthene und dyskalkule Kinder brauchen für Schulaufgaben wesentlich mehr Zeit, als nicht betroffene Kinder. Unter Druck sinken die Leistungen der betroffenen Kinder abermals, weshalb sie auch bei Schularbeiten und Tests sehr schlecht abschneiden.

    Berücksichtigen Sie dies, wenn sie mit Ihrem Kind üben!

    Reden Sie mit der Lehrkraft ihres Kindes und vereinbaren Sie Strategien für die Hausübung. Zum Beispiel, dass Ihr Kind 1 Stunde konsequent und konzentriert die Hausübung macht (Pausen können eingehalten werden, zählen aber nicht zur Zeit). Danach ist Schluss, egal wie weit es gekommen ist. Ein müdes und unkonzentriertes Kind kann sowieso keine gute Leistung erbringen. Durch Zwang und Druck sinkt die Motivation ihres Kindes nur. Als Folge stellen sich Abneigung und Frustration ein.
  5. Da es legasthenen und dyskalkulen Kindern an Konzentration mangelt und ihre Aufmerksamkeit schnell nachlässt bzw. sie leicht ablenkbar sind, benötigen diese Kinder mehr Pausen, als nicht Betroffene.

    Halten sie regelmäßige Pausen ein und berücksichtigen Sie diese in ihrem Zeitplan!
    Sehen Sie die regelmäßigen Pausen als Chance, dass Ihr Kind dadurch konzentrierter arbeiten kann und nicht als lästigen Zeitverlust!
  6. Auch wenn ein und das selbe Wort noch so oft geübt wurde, bei legasthenen und dyskalkulen Kindern braucht es Zeit, bis das Geübte ins Langzeitgedächtnis gelangt und somit längerfristig gespeichert wird. Erst dann können die Lerninhalte immer wieder abgerufen werden.

    Haben Sie mit Ihrem Kind Geduld. Es macht keine Fehler, um Sie zu ärgern!

  7. Damit Gelerntes im Langzeitgedächtnis gespeichert wird, ist intensives, regelmäßiges Üben unumgänglich. Bildliche Darstellungen in 3-D-Form begünstigen diesen Prozess. Lernen Sie mit Ihrem Kind, indem Sie Materialien zur Verfügung stellen, die es anfassen kann.

    Zum Beispiel (Legasthenie): Formen sie mit Knete ein Fehlerwort. Das Kind wird durch die Arbeit mit dem Wort dieses schneller verankern.

    Seien Sie motiviert, denn Sie haben die Gelegenheit Ihrem Kind etwas beizubringen, während Sie mit ihm Spielen!
  8. Rückschläge treten bei legasthenen und dyskalkulen Menschen immer wieder auf. Oft Geübtes und Wiederholtes gelingt plötzlich nicht mehr.

    Verzweifeln Sie nicht und denken Sie nicht, dass das bisherige Üben verlorene Zeit war! Rückschläge bedeuten lediglich intensiveres Üben einer bestimmten Sache.

Diese Tipps sollen ihnen den Umgang mit ihrem legasthenen Kind in schulischen Belangen erleichtern. Ein regelmäßiges Training ist jedoch bei Legasthenie unverzichtbar, da sich ansonsten zu den typischen Schwierigkeiten einer Legasthenie noch weitere Problematiken dazugesellen könnten.

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